Freitag, 31. August 2007

no worries, I'm legal

Mein Visum wurde um drei Wochen verlaengert, mit den Auflagen, nicht arbeiten, medizinische Untersuchung falls ich weiter studieren will und nicht laenger als Drei Monate studieren. Gut dass ich letzteres nicht vor hatte, waere schwer geworden das in den drei Wochen unterzubringen...

Fuer die drei Wochen musste ich nachweisen, dass ich Geld habe, alle meine Faecher an RMIT bestanden habe (nebenbei: ich habe alle bestanden) und dass ich wirklich vor habe zurueck zu fliegen. Ich habe ausserdem noch einen Brief geschrieben in dem ich meine Plaene fuer die drei Wochen geschildert habe, bei den Anforderungen war die Notwendigkeit dieses Schreibens etwas schwammig formuliert und ich habe ihn nur fuer alle Faelle aufgesetzt und mitabgegeben. Weiss nicht ob ich ihn wirklich gebraucht haette.

Heute morgen habe ich Cairns verlassen, da mir langweilig wurde. Jetzt bin ich in Kuranda. Viele Tagestouren kommen hier her um Schmetterlinge anzusehen und weil es eine alte gut vermarktete Zugstrecke (scenic railway) sowie eine Gondelbahn (Skyrail) von Cairns hieraus gibt. Die Stadt selbst besteht aus einem grossen Markt auf dem man t-Shirts mit der einfallsreichen Aufschrift "Kuranda, Australia" kaufen kann sowie alle moeglichen sonstigen Souvenir-Klassiker (Digeradoos, Bumerangs, Plueschkaenguruhs, -Wombats, -Cassowaries und Opale). Ich schwimme mal wieder gegen den Strom und uebernachte im leeren Backpacker. Ausser mir sind vielleicht noch 10 andere hier. Morgen moechte ich noch etwas weiter ins Tableland hinein fahren. Weg vom Meer, rein in die Berge und den Regenwald.

Laut der Auskunft im Visitor Information Centre Cairns ist das gaaaanz schwer ohne eine Tour zu buchen, es gibt aber einen Bus, allerdings verdient das Visitor Centre nichts am Copieren von Fahrplaenen. Mal sehen wie weit ich komme.

Mittwoch, 29. August 2007

Since Alice

Viel Zeit ist vergangen, viel ist passiert seit ich Alice Springs verlassen habe. Folgende Orte habe ich seit dem besucht:

Tennant Creek
Townsville
Magnetic Island
zurueck nach Townsville
Cairns
Port Douglas
Cape Tribulation
Great Barrier Reef
zurueck nach Cairns und das ist wo ich jetzt bin.


Tennant Creek ist eine Mienenstadt etwa +/- 400 km oerdlich von Alice. Wie in allen Mienenstaedten im Outback wirkt die Stadt irgendwie tot und der Eindruck ist noch extremer, wenn man wie ich um 2 Uhr morgens ankommt. Ich war echt froh, als 20 Stunden Spaeter der Bus nach Townsville abgefahren ist.

Eine Nacht und ein Tag (im Bus) nach Tennant Creek kam ich in Townsville an und verbrachte dort zwei Tage im Globetrotters. Townsville selbst ist eine kleine nette Stdt am Wasser. Es gibt nicht vile sehenswertes aber nach der langen Busfahr war es ganz entspannent mal einen Tag nichts zu tun. Allerdings erlebte ich da einen kleinen Schock, als ich feststellte, dass ich mein Visum nicht wie erst gedacht im Internet verlaengern kann.

Obwohl ich nicht wusste, was ich wegen meinem Visum unternehmen sollte, bin ich am naechsten Tag nach Magnetic Island uebergesetzt. Auf Magnetic Island kam ich in Horseshoe Bay unter wo ich abends Barbara aus der Schweiz kennenlernte. Zusammen habe wir am naechsten Tag die ruhigen Buchten und Badestraende der Insel erkundet. Mit einem Englaender, einem Israeli und zwei Aboriginies wollten wir abends Speerfischen, das war ganz schoen unheimlich, am dunklen Strand mit Fledermaeusen und unsichtbaren Krokodilen. Leider waren keine Fische da.

Nach einem weiteren faulen Tag in Horseshoe Bay entschieden Barbara und ich zusammen nach Cairns zu fahren. In Cairns aus wurden wir von Dougies Backpacker in Port Douglas abgeholt und verbrachten einen Tag in Port Douglas bevor wir zum Cape Tribulation fuhren.

Port Douglas ist ein Urlaubsparadies fuer reiche Australier und mit der Costa Brava vergleichbar. Cape Tribulation ist ein Traumort mit traumhaften Straenden, Kokuspalmen und Regenwald. Am meisten Spass hatten wir als wir mit Stoecken und steingeschossen eine Kokusnuss von einer Palme geholt haben und sie dann in muehsamer Arbeit geoeffnet haben.

Auf der Rueckfahrt nach Cairns haben wir noch eine Bootsfahr auf dem Daintree River unternommen, bei der wir Salzwasserkrokodile von 50 cm bis 4 m Laenge gesehen haben.

Jetz bin ich wieder in Cairns. Gestern haben wir noch eine Bootstour zum Great Barrier Reef gemacht und sind dort geschnorchelt. Das Riff ist echt einmalig in seiner Farben- und Artenvilefalt. Ich wollte das ja erst nicht machen, weil ich es bloed finde wie die Touristengruppen das Riff abgrasen, aber jetzt bin ich doch froh, dass ich es gemacht habe.

Was ich jetzt noch machen werde in Cairns weiss ich selbst noch nicht, mal sehen was sich ergibt... in zwei Wochen muss ich schon wieder fuer den Rueckflug nach Deutschland packen.

Mittwoch, 15. August 2007

Red Centre

Seit einer Woche bin ich im Roten Zentrum Australiens. Alice Springs ist auf den ersten Eindruck verdammt uninteresant und langweilig, aber mit der Zeit entdeckt man doch so einiges.

Uebers Wochenende war ich beim bekanntesten und wahrscheinlich meisst fotografiertesten Fels der Welt, dem groessten Megalit, Uluru oder auch unter dem Namen Ayers Rock bekannt. Ausserdem war ich bei den weniger bekannten, aber mind. genauso beeindruckenden Olgas (benannt nach einer deutschen Koenigin) und im Kings Canyon. Uluru ist noch groesser als von den Bildern erwartet und die Touristen schwaermen in Scharen darum herum. Kings canyon ist dagegen ruhig. Wir haben dort eine kleine Wanderung zum Garden Eden gemacht und diese Wanderum war fuer mich deutlich schoener als die Uluru-Umrundung.

Heute war ich im Palm Valley, welches deutlich weniger bekannt ist und auch dementsprechend weniger besucht. Durch Wueste und durch ausgetrocknete Flussbetten fuehrt der Weg dorthin und man erwartet als aller letztes ein guenes Tal mit Palmen und schroffen Felswaenden und Wasserpfuetzen, aber das ist es was es ist.

In den Nordern Territorries leben die meisten Aborigins. In der Regel sieht man sie in den Staedten auf der Strasse sitzen, nicht wissend was mit sich anzufangen und am Abend sind sie betrunken. Wenn man Australier nach Aborigins fragt, hoert man immer: die tragen keine Schuhe, die trinken (vertrinken das Geld, dass sie vom Staat bekommen), die koenne keine Termine einhalten... Heute auf dem Weg zum Palm Valley war ich in einer Mission, in der frueher Aborigi Kinder unterrichtet wurden. Das heisst dann nicht Schule sondern Mission. Da wird nicht gesagt, dass das ziel war die Kinder anzupassen, aber das war es letztendlich. Der versuch ist missglueckt, aber erreicht wurde, dass eine Generation die Kulture verlernt hat. Diese Leute und ihre Kinder leben jetzt wie oben beschrieben: Ihre Kulture koennen sie nicht mehr leben und in unsere passen sie nicht. Ihre Kunst wird teuer als Souvenir verkauft.
Mit uns auf der Tour zum Uluru war eine Franzoesin, die einen Film ueber die Situation der Aborigins dreht, der im Dezember auf Arte gezeigt werden soll.

Sonntag, 5. August 2007

Crocs in NT

Die letzten drei Tage war ich auf einer Bushcamping-Four Wheel Drive Tour durch den Kakadu Nationalpark. Dazu koennte ich echt viel schreiben, aber um euch nicht allzu sehr su langweilen, versuche ich mich kurz zu fassen: Die Tour war der Hammer.

Der Tripp begann mit einer Crocodil-Jumping Cruise-In Australien wird aus allem eine Touristenatraction gemacht, crocodile-kiss gibt es aber noch nicht, waere sicher ein lucratives geschaefft- Beim Crocodile jumping wir das Crocodile mit einem Fleischklumpen angelockt, der dann in die Luft gezogen wird, so dass das Croco springen muss um das Fleisch zu erreichen.

Die sog. Salties sind Krokodile, die bis zu 7m lang werden und in salzigen Fluessen leben im gegensatz zu den Freshies, die nur bis zu 3m lang werden und immer im suesswasser leben. Die Freshies sind auch weniger acresive als die salties und deswegen uninteresant. Von den Salties leben um Darwin ca. 60.000, Menschen leben in Darwin 71.000. Wenn man diese Zahlen hoert und die Tiere gesehen hat, kann man sich vorstellen wie (in einem Hollywoodfilm) die Krokodile die Macht ueber die Erde uebernehmen. Das Gehirn ist zwar nur so gross wie eine Erbse, aber dass die bis heute ueberlebt haben (aus der Zeit der Saurier) besagt, dass sie ihr hirn zu nutzen wissen. Nach der Uebernahme gibt es dann Designerhandtaschen und Schuhe aus Menschenleder.

Letzendlich hat die Tour dazu gedient uns Touristen die Gefahr die von diesen Tiern ausgeht, zu verdeutlichen.

Um den Bestand zu kontrolieren und die Gefahr zu mindern, werden schon seit einigen Jahren die aelteren Tiere in Farmen gebracht und nur aus den Farmen geschlachtet. Ab diesem Jahr sollen aber vom Staat ausgewaehlte Crocs fuer Safaries fuer gut zahlende Touristen von Overseas freigegeben werden.

Ausser den Krakodilen haben wir Schlangen, Spinnen so gross wie meine Hand und wunderschoene Wasserfaelle gesehen. Schwimmwn in Billabongs und Nackenmassage unter Wasserfaellen. Ein weiterer Hoehepunkt waren die Felsmalereien von Ubirr: In den Augen der Abborigins sind die weissen Maenner die die Haende in den Taschen haben un grosse Fuesse haben.