Donnerstag, 28. Juni 2007

10 kleine negerlein

Einer nach dem anderen verabschiedet sich aus Melbourne und geht auf grosse Reise durch Australien. Jeden Tag findet eine Abschiedsfeier statt und jeden abend sind es andere, die sich verabschieden. Es kommen aber irgendwie auch jeden Tag wieder neue dazu, die vorher nicht dabei waren, so das es immer wieder eine lustige gruppe ist.

Dienstag war ich mit einige der noch uebrigen thailaendisch essen. Ich hatte Crocodile Curry. Crocodile schmeckt irgendwie wie ein Schwein, das im Wasser gelebt hat. Die Konsistenz wie Schweineflisch aber Fischgeschmack.

Mittwoch abend haben die Architekturstudenten von RMIT ihre Semesterprojecte ausgestellt. Manche haben da echt verueckte ideen entwickelt. Einer hat z.B. ein Haus fuer Maentel entworfen... Ich habe nicht ganz verstanden was das soll und niemanden gefunden der es erklaeren konnte. In einem Project wurde Melbourne 3007 geplant. Durch die Erderwaermung wird der Meeresspiegel steigen und das heutige Melbourne ueberschwemmen. In dem Entwurf war Melbourne wie Venedig oder Amsterdam ins Wasser gebaut.

Donnerstag, 21. Juni 2007

Schnee auf Cradle Mountain...

...und der Rest meiner Tasmanienreise.

Der letzte Post war von meinem zweiten Abend in Launceston. Am Tag darauf bin ich morgens um 7 mit dem Bus richtung Cradle Valley aufgebrochen. Da nur drei mal die Woche ein Bus in dieses abgeschiedene Tal faehrt, blieb mir keine andere Wahl als drei Tage dort zu bleiben.

Gradle Valley liegt im Cradle Mountain-Lake St. Clair National Park im Westen Tasmaniens. Es gibt dort nur ein Backpacker und der befindet sich 2 km ausserhalb von Cradle Valley. In der Touristen Info in Launceston wurde mir versichert es gaebe einen Shuttle Service, als ich dann ankam, erfuhr ich, dass es diesen Service nur im Sommer gibt...

Die drei Tage habe ich mit Wandern verbracht. Am zweiten Tag wollte ich zum Gipfel von Cradle Mountain. Der Weg fuehrt entlang an Grater Lake, ueber Marion's Lookout auf dem Overland Track, vorbei an Kitchen Hut zum 1545 meter hohen Gipfel. An Grater Lake (etwa 1000 meter ueber null), 30 minuten nach meinem Start (8:00h) in Ronny Creek begann es zu schneien. Zwischen Wolken Schnee und Sonnenschein, bin ich ueber vereiste Wege, durch Pfuetzen und durch einen Fluss gelaufen, aber etwa 500 meter vor dem eigentlichen Ziel bin ich umgekehrt. Das letzte Stueck haette ueber eine stark verschneite Geroellhalde gefuert, auf der der Weg nur durch aufgestellte Metallstangen erkennbar war, das war mir zu muehsam... Der Weg war trotzdem einmalig und traumhaft shoen.

Am naechten Tag habe ich bei strahlendem Sonnenschein Lake Dove umrundet, mit einem kleinen Umweg ueber Hanson Peak.

Von Cradle Valley bin ich dann am Dienstag mit dem Bus zurueck nach Hobart. In der Mittagspause in Zeehan habe ich den besten Chicken Burger gegessen. Von Zeehan bis Queenstown hat mich Bonnie zugelabert und ab da musste ich die Bierfahne von einem Passagier hinter mir riechen.

Am Mittwoch morgen vor meinem Rueckflug nach Melbourne bin ich in Hobart am Hafen entlang gelaufen. Im Hafenbecken lagen ganz viele Seesterne und die sahen oft so aus, als wuerden sie sich umarmen, da hab ich mich gefragt, wie sich Seesterne eigentlich vermehren. Das habe ich heute mal nachgelesen und dabei ganz interessante sachen herausgefunden:

Wusstet ihr, dass es Seesterne schon vor den Dinosauriern gab?

Also, Seesterne sind getrenntgeschlechtlich es gibt aber auch Zwitter. Bei den getrenntgeschlechtlischen laeuft das so ab: die Maennchen geben ihre Samen an das umgebende Wasser ab, von den umherschwimmenden Spermien, werden die Weibschen stimmuliert und geben Eizellen ab. Daraus entstehen dann planktonisch lebende Larven. Die Spermien und Eizellen werden in Druesen zwischen den Armen produziert.
Bei den Zwittern geben die jungen die Spermien ab und die Alten die Eizellen, dazwischen gibt es Zwischenstadien, wo beides zur gleichen zeit produziert wir.
Wenige vermehren sich auch durch Teilung.

Soviel zur Biologie der Seesterne. Jetzt bin ich wieder zurueck aus der Wildniss.

Freitag, 15. Juni 2007

Wind und Eis: Tassie

Seit Montag bin ich in Tasmania. Die beiden ersten Tage war ich in Hobart, von wo aus ich mit Lorren einem US-Amerikaner den Mt. Welington bestiegen habe. Der Berg ist 1270 meter hoch, allerdings wird er von den Tasmanesen wie Mt Everest persoenlich behandelt. Unser Base Camp war das city Backpacker. Auf der Bergspitze hatte es tatsaechlich etwa 10 grad Celsius weniger als am Meer, was bedeutet, dass der Boden und alle Pflanzen mit Eis bedeckt waren.

Zur Wineglas Bay bin ich mit Lorren zusammen am Mittwoch gewandert. Das war so kitschig, das ihr mir das nicht glaubt, wenn ich das beschreibe. Und die Fotos geben das sicher auch nicht genuegend wider: Weisser Strand, tuerkises Wasser, Delphine, Regenboden. Waere ich alleine da gewesen waere ich mir jetzt nicht sicher ob es nicht vielleicht nur ein traum war.

Jetzt sitze ich in Launceston im Backpacker und hoere zu, wie die Englisch Muttersprachler ihr multilinguales wissen austauschen (schimpfen in italienisch, deutsch und franzoesisch).

Morgen gehts weiter zum Cradle Mauntain.

Donnerstag, 7. Juni 2007

Exam, Film und Comedy

...jetzt ist das Semester fuer mich endgueltig zu Ende. Gestern habe ich die bereits angekuendigte Klausur geschrieben, das war auch mal ein Erlebnis. Leider hatte ich keine Kamera dabei, ich haette das gerne festgehalten. Eine Sporthalle voll mit Tischen und Stuehlen, 2000 (zweitausend++) Studierende und Supervisors im Rentenalter. Der Spass fing aber schon auf dem Hinweg an. Nachdem Adina den Strassenbahnfahrer gefragt hat, ob die Bahn zum Albert Park faeht (Exam Venue) hatte er ueber Lautsprecher durchgesagt "For all the students on board, yes this tram goes to Albert Park, this is the exam express." Und aehnlische Srueche hat er von da an an jedem Stop gemacht. Letztendlische hat er dann auch durchgesagt wo wir aussteigen muessen.

Danach war ich mit Ivonne, Ben und Jordi beim St. Kilda Film Festival. Viereinhalb Stunden Kurzfilme und Music Videos. Das war anstrengender als die 3-Stunden Klausur davor. Heute gehen wir nachmal zum Festival aber vier Stunden tun wir uns nicht nochmal an. Die Australischen Kurzfilme sind auch echt langweilig. Gestern haben wir erst Australische und dann Brasilianische gesehen. Die Brasilianischen waren bei weitem interesanter.

Letzte Woche Freitag war ich mit Johannes im Comedy Club "The Last Laugh". Das war ein lsutiger abend, auch wenn wir nicht ganz alles verstanden habe. Deutschland und die Deutschen spielen im Leben der Melbournians eine grosse Rolle. Sei es weil sie die tollsten Erfindungen gemacht haben, oder weil es hier so viele gibt oder weil wir Hitler hatten. Beim Lernen fuer die Klausur und auch waehrend der Vorlesungen war immer wieder von deutschen Erfindungebn und Deutschland die Rede und beim Comedy wurde der deutsche Akzente nachgeahmt. Es gibt uebrigens zwei deutsche Akzente, den einen habe ich wieder erkannt, der andere hat sich mehr wie hollaendich angehoert.

Sonntag, 3. Juni 2007

Reiseplanungen...

haben begonnen. Lasst euch ueberraschen.

Uebrigens: mein Lonely Planet ist wirklich auf deutsch, das gibt es, nennt sich Lonely Planet Australien, Deutsche Ausgabe.

Das wollte ich schon lange mal los werden, endlich ist es raus.

Mittlerweile habe ich aber auch zwei australische Ausgaben, die sind auf Englisch.

Freitag, 1. Juni 2007

Letzte Abgabe

Geschafft! Heute habe ich den letzten Report eingereicht. Jetzt muss ich nur noch für die Klausur nächste Woche lernen und die nehm ich mal nicht so wichtig.