...und der Rest meiner Tasmanienreise.
Der letzte Post war von meinem zweiten Abend in Launceston. Am Tag darauf bin ich morgens um 7 mit dem Bus richtung Cradle Valley aufgebrochen. Da nur drei mal die Woche ein Bus in dieses abgeschiedene Tal faehrt, blieb mir keine andere Wahl als drei Tage dort zu bleiben.
Gradle Valley liegt im Cradle Mountain-Lake St. Clair National Park im Westen Tasmaniens. Es gibt dort nur ein Backpacker und der befindet sich 2 km ausserhalb von Cradle Valley. In der Touristen Info in Launceston wurde mir versichert es gaebe einen Shuttle Service, als ich dann ankam, erfuhr ich, dass es diesen Service nur im Sommer gibt...
Die drei Tage habe ich mit Wandern verbracht. Am zweiten Tag wollte ich zum Gipfel von Cradle Mountain. Der Weg fuehrt entlang an Grater Lake, ueber Marion's Lookout auf dem Overland Track, vorbei an Kitchen Hut zum 1545 meter hohen Gipfel. An Grater Lake (etwa 1000 meter ueber null), 30 minuten nach meinem Start (8:00h) in Ronny Creek begann es zu schneien. Zwischen Wolken Schnee und Sonnenschein, bin ich ueber vereiste Wege, durch Pfuetzen und durch einen Fluss gelaufen, aber etwa 500 meter vor dem eigentlichen Ziel bin ich umgekehrt. Das letzte Stueck haette ueber eine stark verschneite Geroellhalde gefuert, auf der der Weg nur durch aufgestellte Metallstangen erkennbar war, das war mir zu muehsam... Der Weg war trotzdem einmalig und traumhaft shoen.
Am naechten Tag habe ich bei strahlendem Sonnenschein Lake Dove umrundet, mit einem kleinen Umweg ueber Hanson Peak.
Von Cradle Valley bin ich dann am Dienstag mit dem Bus zurueck nach Hobart. In der Mittagspause in Zeehan habe ich den besten Chicken Burger gegessen. Von Zeehan bis Queenstown hat mich Bonnie zugelabert und ab da musste ich die Bierfahne von einem Passagier hinter mir riechen.
Am Mittwoch morgen vor meinem Rueckflug nach Melbourne bin ich in Hobart am Hafen entlang gelaufen. Im Hafenbecken lagen ganz viele Seesterne und die sahen oft so aus, als wuerden sie sich umarmen, da hab ich mich gefragt, wie sich Seesterne eigentlich vermehren. Das habe ich heute mal nachgelesen und dabei ganz interessante sachen herausgefunden:
Wusstet ihr, dass es Seesterne schon vor den Dinosauriern gab?
Also, Seesterne sind getrenntgeschlechtlich es gibt aber auch Zwitter. Bei den getrenntgeschlechtlischen laeuft das so ab: die Maennchen geben ihre Samen an das umgebende Wasser ab, von den umherschwimmenden Spermien, werden die Weibschen stimmuliert und geben Eizellen ab. Daraus entstehen dann planktonisch lebende Larven. Die Spermien und Eizellen werden in Druesen zwischen den Armen produziert.
Bei den Zwittern geben die jungen die Spermien ab und die Alten die Eizellen, dazwischen gibt es Zwischenstadien, wo beides zur gleichen zeit produziert wir.
Wenige vermehren sich auch durch Teilung.
Soviel zur Biologie der Seesterne. Jetzt bin ich wieder zurueck aus der Wildniss.